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Barrierefreier Strandspaß: So wurde unser Rollstuhl-Buggy sandtauglich

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Da wir gern an die Ostsee fahren und natürlich auch als Familie komplett am Strand spazieren wollen, musste auch unser Buggy für diese Aufgabe modifiziert werden. Der Otto Bock Kimba Cross ist zwar schon für den Outdoor-Einsatz recht gut geeignet. Im lockeren Sand ist es aber nahezu unmöglich, ihn ohne große Kraftanstrengung zu bewegen. 

Die Aufgabe war nun, möglichst breite 16 Zoll Räder so zu modifizieren, dass die originale Trommelbremse vom Buggy erhalten bleibt – unverzichtbar bei der Abfahrt der doch recht steilen Dünenübergänge am Lieblingsurlaubsort.

Die passenden Naben gab es günstig bei Kleinanzeigen, die passenden VEVOR Ballon Strandräder in 15,7 Zoll haben wir über Ebay bestellt. Bei der Herstellung der Adapter brauchten wir jedoch Hilfe. Zum Glück kennen wir einen Modellbauer, der sich sowohl beruflich als auch privat mit CNC-Fräsen beschäftigt und die Idee umsetzen konnte. Die Kugellager der Räder wurden entfernt und der Kunststoff der Felge musste etwas reduziert werden zur Aufnahme des Adapters. Dieser wurde aus Alu gefräst und mit der Felge, als auch mit den Naben verschraubt. So lassen sich die Räder über eine Steckachse wie die originalen Räder schnell montieren und demontieren. Die Bremse funktioniert natürlich wie original.

Beim ersten Test haben wir festgestellt, dass die Dämpfungselemente vom Buggy mit den geänderten Kraftverhältnissen nicht so gut zurechtkommen. Daher werden die Elemente für den Strandeinsatz mittels “Holzadapter” blockiert. Die Dämpfung übernehmen nun die Reifen, die ohnehin lediglich für 0,2 bar Luftdruck ausgelegt sind und entsprechenden Dämpfungskomfort bieten.

 

Letztlich muss man sagen, der Umbau ist gelungen. Erfüllt unsere Anforderungen vollkommen, naja wenn man jetzt mal davon absieht, dass man durch keine Tür mehr passt. Aber Fahreigenschaften im Sand – traumhaft! Man ist definitiv Gesprächsthema und wird auch angesprochen (ohne die übliche Scheu vor Kind im Rollstuhl).

Tino Schindler

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