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Kind gefunden

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Wie kann man behinderte Kinder vorm Verlorengehen schützen?

„Der kleine Tim, fünf Jahre alt, sucht seine Eltern und kann im Orgabüro abgeholt werden“. So oder ähnlich klingt es vielen Eltern erlösend in den Ohren, wenn ihnen beim Straßenfest, auf dem Weihnachtsmarkt oder während des Musikfestivals ihr kleiner Wusel in den Menschenmassen entwischt ist.

Im Normalfall kann Klein-Tim seinen Namen nennen und sein Alter. Vielleicht weiß er sogar schon, seine Adresse oder wie seine Eltern mit Vornamen heißen. Auf alle Fälle aber können die Helfer seine Eltern per Ausruf Informieren. 

Dem Riesenschreck und der Aufregung folgt dann eine absolute Erleichterung, wenn die Eltern ihren Nestflüchter wieder in die Arme schließen. 

Doch nicht alle Kinder kommunizieren so deutlich , um im Notfall über sich selbst Auskunft zu geben. Doch vor allem für hochallergische Menschen ist es lebensrettend, wenn das Umfeld sofort und eindeutig über den Gesundheitszustand informiert wird. Deshalb benötigen chronisch kranke und behinderte Kinder manchmal Hilfsmittel und Unterstützung, damit ihnen schnell geholfen werden kann.

Dafür gibt es unterschiedliche Modelle, die alle ihre Vor- und Nachteile haben und immer sehr individuell ausfallen. 

Ausweise und Ähnliches 

Am einfachsten sind Ausweise oder ausweisähnliche Zettel, die die Kinder mit sich führen. Sofern es sich um den Schwerbehindertenausweis handelt, sind auf diesem die Informationen gut lesbar und standardisiert erfaßt, so daß Aussenstehende schnell helfen können. Allergiepäße sind ebenso sinnvoll und hilfreich. Dennoch ist es nicht einfach, dafür zu sorgen, dass der Ausweis immer und gut erreichbar am Kind befestigt ist. Taschen, Anhänger an Schlüsselbändern und ähnliches sind beim Spielen und Toben hinderlich und unter Umständen sogar gefährlich.

T-Shirts

Durchaus witzig und grafisch gut umsetzbar sind entsprechende T-Shirts, auf die die Informationen individuell aufgedruckt werden können. Zu bedenken jedoch gilt, in wieweit dabei die Persönlichkeitsrechte eines Kindes gewahrt werden. Ist es sinnvoll, den Namen des Kindes und jeweilige Telefonnummern großflächig auf dem Kind anzubringen? Sprechen Fremde ein Kind mit seinem eigenen Namen an, entsteht eine falsche Vertrautheit, die nicht immer wünschenswert ist.

Und wird ein Kind stigmatisiert, wenn man ihm seine Diagnose aufs T-Shirt druckt? Klar, ist es für andere leichter, wenn sie erkennen, dass sie es mit einer hilfsbedürftigen Person zu tun haben. Aber nicht jeder Mensch fühlt sich mit einem solchen Etikette wohl.

Andere Ideen

Buttons, Ketten, Armbänder und andere Anstecker können begrenzt Informationen tragen und sogar als modische Accessoires funktionieren. Doch manchmal steckt der Teufel im Detail und man muß die Verletzungsgefahr gegen den praktischen Nutzen aufwiegen. Buttons und Anstecker pieksen, mit Ketten und Armbändern kann man hängen bleiben.

Und nun?

Als Fazit kann man dazu eigentlich nur sagen: Es liegt in der Hand der Eltern, wie sie ihr Kind „markieren“ und seine Kommunikation unterstützen. Es wäre zynisch, Eltern behinderter Kinder dazu zu raten, ihr Kind dann eben nicht aus den Augen zu lassen. Auch behinderte Kinder benötigen Freiräume und Entwicklungschancen. Und selbst, wenn dazu gehört, seinen Eltern auch mal verloren zu gehen. Es ist an den Eltern und Betreuern, ihr Kind auch in dieser Phase bestmöglich zu schützen und abzusichern. 

Wenn man innovativ durchs Internet surft, kann man jede Menge guter Ideen entdecken und muß dann einfach „nur noch“ die passende für sich finden.

Link zu privaten Erfahrungen mit SafeSport ID-Armband

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